Aktuelle Mitteilungen


Hand in Hand

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Landkreis Darmstadt-Dieburg: "Ich lebe und arbeite in Babenhausen"

Mut zu den eigenen Fähigkeiten:

Projekt von Kreisagentur und Stadt trägt erste Früchte

Mit dem Regionalprojekt "Ich lebe und arbeite in ..." hat die Kreisagentur für Beschäftigung (KfB) ein Konzept entwickelt, das eng mit der Situation der Menschen an ihrem jeweiligen Wohnort verknüpft ist. Das Projekt wurde bereits in Messel und Weiterstadt durchgeführt und läuft nun seit März diesen Jahres in Babenhausen.

Die Projekt-Gruppen erstellen ihre ganz individuellen Bewerbungen, vom bunten Flyer über die originelle Visitenkarte bis zu ganz unkonventionellen Kunstwerken.

Hinweis: Einen ausführlichen Bericht aus der Babenhäuser Zeitung vom 24. Juni 2010 können Sie auf dieser Seite herunterladen.



Eigenbetrieb Neue Wege und Wirtschaftsförderung Bergstraße arbeiten weiter Hand in Hand


Beschäftigungsprojekt für junge Erwachsene im Kreis Bergstraße: Die Villa Medici

Heppenheim, 22. Juli 2009

Kooperationsvertrag verlängert / passgenaue Personalvermittlung

Die seit April 2008 bestehende Kooperation zwischen dem Eigenbetrieb Neue Wege und der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB) wird fortgesetzt. Wie der Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Betriebskommission des Eigenbetriebs Neue Wege Thomas Metz erläutert, sollen die zahlreichen Kontakte der Wirtschaftsförderung Bergstraße zu den Unternehmen in der Region künftig noch intensiver genutzt werden. Dadurch wolle man die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt befördern. Tatsächlich haben die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr gezeigt, dass das in diesem Zeitraum geknüpfte Netzwerk zwischen dem Arbeitgeberservice des Eigenbetriebes, dem Unternehmensservice der WFB und den hiesigen Betrieben die Chancen für Langzeitarbeitslose erhöhen, einen neuen Job in der Region zu finden.

Seit Beginn der Zusammenarbeit führte der Eigenbetrieb Neue Wege gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bergstraße mehr als 200 Firmenbesuche durch. Austausch und Information mit Blick auf Beschäftigungsmöglichkeiten steht bei diesen Besuchen im Mittelpunkt. Die Unternehmer lernen dabei den Arbeitgeberservice als speziell an ihren Bedürfnissen ausgerichtete Dienstleistung des Eigenbetriebs kennen. Mittlerweile haben sich gute Kontakte zu rund 60 Betrieben ergeben, mit denen ein regelmäßiger Austausch zu Personalfragen und Stellenangeboten gepflegt wird.

"Wir konnten bei vielen Firmen im Kreis Bergstraße publik machen, dass es durch die Zusammenarbeit von Neue Wege und der Wirtschaftsförderung Bergstraße eine schnelle Lösung bei Personalbedarf gibt", so Sebastian Schröder, Leiter Unternehmensservice WFB. "Immer mehr Betriebe nehmen diesen Service in Anspruch", so Peter Krick, zuständiger Mitarbeiter für das Kooperationsprojekt. Dieses Angebot den Unternehmern aus der Region künftig weiter zu kommunizieren und noch mehr Arbeitskräfte in die Firmen zu vermitteln, ist Ziel des verlängerten Kooperationsprojekts.

Ziel des 2007 eingeführten Arbeitgeberservice ist die individuelle und passgenaue Personal-Vermittlung. Burelbach dazu: "Wir kennen die Stärken unserer arbeitsuchenden Kunden. Durch vorgeschaltetes Fallmanagement und eine entsprechende Auswahl, stellen wir für die interessierten Firmen geeignete und motivierte Bewerber zusammen. Nach einer gezielten Vorauswahl werden durch uns kurzfristig passende Bewerber empfohlen, welche dann zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden können."

Hinweis: Ein Flyer des Arbeitgeberservice des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.



Neue Wege Kreis Bergstraße: Eingliederungshilfe vor Ort


April 2009

Eigenbetrieb Neue Wege startet Kommunalprojekt mit Zwingenberg, Biblis und Grasellenbach / wohnortnahe Strategien zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit

Der Eigenbetrieb Neue Wege verstärkt die Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet. Durch ein Kooperations-Projekt auf kommunaler Ebene soll die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gerade in schwieriger konjunktureller Lage vorangetrieben werden. Mit den Akteuren vor Ort werden individuelle Strategien für die Hilfeempfänger in den Kommunen entwickelt und mit den vorhandenen Eingliederungsmaßnahmen verzahnt. Die Partner des ersten Kommunalprojekts sind Zwingenberg, Biblis und Grasellenbach. Gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Holger Habich, Bürgermeisterin Dr. Hildegard Cornelius-Gaus und Bürgermeister Markus Röth starte er das Projekt am 2. April, wie der Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernent Thomas Metz mitteilt.

Mit dieser Initiative geht der Eigenbetrieb einen weiteren Schritt zur intensiven Hilfe für betroffene Bürger. Im engen Dialog mit den teilnehmenden Städten und Gemeinden ist zunächst eine gezielte Auswertung der Situation vor Ort geplant. Für jeder der drei Kommunen werden Projektteams von Neue Wege installiert, die in wöchentlichen Fallbesprechungen die Situation einzelner Bedarfsgemeinschaften intensiv beraten. In einem persönlichen Gespräch mit dem Leistungsempfängern werden individuelle Vorgehensweisen zur Wiedereingliederung getroffen. Ziel ist die Vereinbarung einer qualifizierten Eingliederungsmaßnahme, beispielsweise über eine Teilnahme an der Einstiegsoffensive, deren Möglichkeiten für erwerbsfähige Hilfebedürftige aus den Kooperationsgemeinden gezielt genutzt werden sollen, oder durch eine Vermittlung in passgenaue Förderinstrumente. Die Projektteams von Neue Wege halten intensiven Kontakt mit den Akteuren vor Ort und gehen Themen von der Kinderbetreuung bis zur Ansprache des örtlichen Gewerbes an.

Der Eigenbetrieb und seine kommunalen Partner verfolgen mit dem Projekt eine konzentrierte Förderung erwerbsfähiger Hilfebedürftiger und damit gesteigerte Erfolgsaussichten bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit. Das Kommunalprojekt soll mit den drei Pilotgemeinden in den Jahren 2009 und 2010 laufen und dient als Basis für den Ausbau der wohnortnahen Qualifizierungs- und Vermittlungsanstrengungen.

"Für die beteiligten Projektpartner ist das Konzept ein praktischer Ansatz der Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Städten und Gemeinden, der Vorbild für weitere Kooperationen in sozialen Handlungsfeldern sein kann" so Metz abschließend.



Enge Zusammenarbeit des Eigenbetriebes Neue Wege Kreis Bergstraße mit der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH

Heppenheim, 07. August 2008

Der Eigenbetrieb Neue Wege Kreis Bergstraße wird zukünftig bei der Vermittlung von Hilfeempfängern in Arbeit eng mit der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH zusammen arbeiten. Dies hat die Betriebskommission des Eigenbetriebs nach einer Präsentation der damit verbundenen Chancen einstimmig beschlossen, wie der Erste Kreisbeigeordnete Thomas Metz als Vorsitzender der Betriebskommission mitteilt.

Dazu ist nach Angaben des Betriebsleiters der Neuen Wege, Rainer Burelbach, vorgesehen, einen Mitarbeiter des Eigenbetriebs in den Bereich „Unternehmerservice/Bestandspflege“ der Wirtschaftsförderung einzubinden. Neue Wege strebt mit der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH als Partner einen intensiven Kontakt zu den Unternehmen im Kreis an. Ziel ist es, Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen, die passgenau sowohl den Bedürfnissen der Langzeitarbeitslosen als auch der Unternehmen entsprechen. Die Chancen des Arbeitsmarkts in den Teilregionen des Kreises sollen ausgelotet und mit den vielfältigen Qualifizierungs- und Vermittlungsmaßnahmen von Neue Wege verzahnt werden.

Vorgesehen ist auch die Teilnahme an den so genannten Unternehmersprechtagen der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH. Bei dieser Gelegenheit können sich die Arbeitgeber ab sofort über die vielfältigen Förderungs- und Vermittlungsmöglichkeiten der Neuen Wege aus erster Hand informieren lassen. Wie der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, Dr. Carl-Christian Beckmann, erläutert, werden Unternehmer bei den Unternehmersprechtagen, von denen bereits vier durchgeführt worden sind und sich bereits weitere vier in Planung befinden, unter anderem zu Fördermitteln, Aspekten des Technologietransfers und der Außenwirtschaftsförderung sowie der Unternehmensnachfolge beraten.

Einen weiteren Ansatzpunkt für die Vernetzung bietet die Qualifizierungsoffensive, bei der die Wirtschaftsförderung bedarfsgerechte Seminare zu Themen wie „Effektives Teammanagement“, „Mitarbeitermotivation“ oder „Finanzierung in der Gastronomie und Hotellerie“ anbietet. Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind Mitarbeiter und Geschäftsführer von kleinen und mittleren Unternehmen insbesondere der Branchen Einzelhandel, Tourismus, Hotel- und Gaststättengewerbe, Pflege und Betreuung sowie Bauwirtschaft und Handwerk.

Dr. Beckmann stellt im Rahmen der Kooperation die bestehenden Kontakte der Wirtschaftsförderung dem Eigenbetrieb Neue Wege zur Verfügung. „Neue Wege können von unseren Beziehungen zu den Firmen aus der Region profitieren. Ich freue mich auf die Kooperation und sehe dadurch einen klaren Win-win-Effekt“, stellt er fest.

Die jetzt besiegelte Kooperation macht die Vorteile der Vermittlung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten vor Ort deutlich, unterstreicht der Erste Kreisbeigeordnete Metz. Diese Aufgabe aus einer Hand in den Kommunen anzusiedlen, hat Zukunft.

Hinweis: Der Flyer des Arbeitgeberservices des Eigenbetriebes neue wege Kreis Bergstraße kann auf dieser Seite downgeloadet werden.



Erfolgreiche Jahresbilanz 2007 der sozialen Beratungszentren im Kreis Offenbach

Dietzenbach, 24. April 2008

Erziehungs-, Sucht- und Schuldnerberatung – wohnortnah und unter einem Dach, mit diesem Anspruch hat der Kreis Offenbach die Beratungslandschaft in den vergangenen Jahren neu strukturiert. Seit 2007 decken drei Beratungszentren unter der Regie des Diakonischen Werkes, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Caritasverbandes den Bedarf kreisweit ab. „Der Rückblick auf das erste Jahr bestätigt“, bilanziert Sozialdezernent Carsten Müller die Aufbauarbeit der letzten Jahre, „dass eine flächendeckende, belastbare und effiziente Infrastruktur gemeinsam mit kompetenten regionalen Partnern etabliert werden konnte. Trägerkooperation, die diese Bezeichnung auch verdient, ist angesichts der sozialen Herausforderungen unverzichtbar und wie man sieht, auch tatsächlich machbar.“

Während der Kreis die Gesamtverantwortung und mit 1,7 Millionen Euro auch etwa 90 Prozent der gesamten Kosten trägt, liegt die fachliche Arbeit in den Händen der Wohlfahrtsverbänden, im Zentrum West bei der Parität, im Zentrum Mitte bei der Diakonie und im Zentrum Ost bei der Caritas. Die Schuldnerberatung erfolgt alleine durch die Diakonie und die Suchterstberatung durch das fachlich versierte Personal des Suchthilfezentrums Wildhof. Die Erziehungsberatung befindet sich in unterschiedlicher Trägerschaft. Das Zentrum West mit Standort in Dreieich - Sprendlingen ist für Neu-Isenburg, Dreieich, Langen und Egelsbach zuständig. In der Kreisregion Mitte steht das Zentrum in Dietzenbach für die Kommunen Mühlheim, Obertshausen, Heusenstamm und Dietzenbach zur Verfügung. Das Beratungszentrum Ost für Rodgau, Rödermark, Hainburg, Seligenstadt und Mainhausen hat zunächst seinen Standort noch in Rödermark - Ober-Roden. Ab 2009 ist eine Verlegung nach Rodgau - Nieder-Roden oder Jügesheim vorgesehen; die Anlaufstelle in Seligenstadt bleibt erhalten.

Im vergangenen Jahr haben mehr als 3.000 Menschen teilweise mit ihren Familien die Beratungsstellen mit ihren insgesamt mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erstmalig aufgesucht. Davon entfielen auf die Erziehungsberatung 1.250 und auf die Schuldnerberatung 1.276 neue Beratungsfälle. Zu den weiteren Beratungsschwerpunkten gehören beispielsweise die Ehe- und Familienberatung oder die Schwangerschaftskonfliktberatung, die einzelne Träger eigenfinanziert in die Häuser einbringen. „Eine ganzheitlich ansetzende Beratung aus einer Hand durch das multiprofessionelle Team erleichtert den Zugang zur Beratung“, stellt der Geschäftsführer der Paritätischen Projekte gGmbH Marek Körner fest, „das gleiche gilt bei Mehrfachproblemen, wenn beispielsweise zu den Schuldenproblemen einer Familie noch Erziehungsprobleme hinzukommen. Außerdem erhöht sich durch die Bündelung des Angebotes unser Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung.“

„Der Umbau des Beratungsangebotes“, führt Carsten Müller weiter aus, „erfolgte auch mit Blick auf die Umsetzung von Hartz IV. Durch die enge Zusammenarbeit der Beratungszentren mit dem Fallmanagement der neu gegründeten ProArbeit des Kreises kommen zum einen immer mehr Klienten mit einer Suchtproblematik, immer noch ein wesentliches Vermittlungshemmnis. Noch gravierender ist zum anderen die Nachfrage in der Schuldnerberatung, derzeit liegt der Anteil der Klienten der Schuldnerberatung, die Leistungen des SGB II (Hartz IV) beziehen bei 50 Prozent.“ Diese Beratungen haben höchste Priorität. „Mit verschiedenen Maßnahmen haben wir in der vergangenen Zeit auf die wachsende Nachfrage reagiert“, sagt der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Martin Glaub, „die vorübergehende Verschiebung von Beratungskapazität im Fall eines Engpasses, aber auch die Umsetzung eines innovativen Konzeptes zur Gruppen-Erstinformation konnten die immer wieder anwachsenden Wartezeiten begrenzen. Im kommenden Jahr wird das wohl kaum noch ausreichen.“ In den Zentren West und Mitte liegt die aktuelle durchschnittliche Wartezeit bei drei und im Zentrum Ost bei einer Woche für Ratsuchende, die eine Eingliederungsvereinbarung mit dem Fallmanagement der ProArbeit abgeschlossen haben. Andere Ratsuchende müssen länger auf einen Termin warten.

Lang etabliert ist die Erziehungsberatung, die im Westkreis 2007 das dreißig-jährige Bestehen feiern konnte. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass dieses Angebot mit 644 neuen Beratungsfällen im Ostkreis auf besonders hohe Resonanz stößt. „Unsere beinahe flächendeckende Vernetzung mit den Regelinstitutionen Kindergarten und Schule im Rahmen präventiver Projekte senkt für viele Eltern die Zugangsschwelle“, erklärt Monika Stauder-Winter, Caritasdirektorin, das Mehraufkommen, „zudem stehen uns zusätzliche Mittel der Städte Rodgau und Rödermark sowie Kirchensteuermittel zur Verfügung, so dass die Ausstattung der Erziehungsberatung deutlich besser als in den anderen Kreisregionen ist.“ „Die Zusammenarbeit der Erziehungsberatung mit Regelinstitutionen für Kinder wie Kindergarten und Schule“, ergänzt der Sozialdezernent, „gewinnt derzeit zunehmend an Bedeutung. Stichworte hierzu sind die Entwicklung von Kindertagesstätten zu Familienzentren als unterstützende Anlaufstellen für Familien, aber auch die fachliche Unterstützung von Einrichtungsträgern der Kindertagesbetreuung, wie beispielsweise der Städten und Gemeinden, bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung im Einzelfall.“

Das fach- und trägerübergreifende Kooperationsmodell verfügt in den Beratungsschwerpunkten Erziehung - in der Kreisverwaltung - und im Schwerpunkt Schulden - beim Diakonischen Werk - über jeweils eine Fachkoordinatorin. Hier werden Kompetenz und Qualitätsstandards kreisweit gesichert sowie Schnittstellen zu anderen Institutionen wie Kindertagesstätten, Schulen, ProArbeit und dem Kreisjugendamt weiterentwickelt. „Die systematische Intensivierung der guten Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen steht nun ganz oben auf meiner Agenda“, kündigt Carsten Müller an. „Dabei wollen wir, wie im November letzten Jahres im Westkreis begonnen, in regionalen Trägerkonferenzen Städte und Gemeinden und andere Träger sozialer Leistungen an einen Tisch bringen, um mit ihnen kooperativ eine kreisregionale und insbesondere sozialräumliche Perspektive bedarfsgerechter und passgenauer sozialer Angebote zu schärfen. Angesichts von über 8.000 Kindern und Jugendlichen im Kreisgebiet, deren Familien auf Hartz IV angewiesen sind, wird die sozialpolitische Herausforderung deutlich, an der wir als einer von 69 bundesweit optierenden Kreise mit unseren regionalen Partnern sicher näher dran sind, als eine Bundesagentur für Arbeit.“



Kreis Offenbach und IHK unterzeichnen Vereinbarung in Bezug auf Ein-Euro-Jobs

Dietzenbach, 11. Juni 2008

„Was dem Arbeitsmarkt und den mittelständischen Unternehmen in der Region nützt, das nützt auch uns. Deshalb war es für uns als mit der Umsetzung der Hartz-IV-Reformen beauftragte Optionskommune klar, dass wir mit der IHK an einem Strang ziehen, was die Positivliste zur Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten betrifft“, erklärt Sozialdezernent Carsten Müller nach der Unterzeichnung der so genannten Berliner Liste seitens der IHK, die den Einsatz von Ein-Euro-Jobs regelt.

Das arbeitsmarktpolitische Instrument der Arbeitsgelegenheiten ist immer wieder in der Diskussion. Der Vorwurf: Es ersetzt und vernichtet versicherungspflichtige Vollzeitjobs. Der Kreis Offenbach als Optionskommune setzt die so genannten Arbeitsgelegenheiten deshalb nur im engsten Sinne ein. „Denn Arbeitsgelegenheiten machen nur Sinn, wenn es durch sie gelingt, einen Kern der Langzeit-arbeitslosen in einem ersten Schritt an das Arbeitsleben heranzuführen“, betont der Sozialdezernent. Ohne anschließende Weiterbildungs- oder Schulungsmaßnahmen seien sie sinnlos. Sie könnten für sich allein höchstens dazu dienen, die Arbeitswilligkeit einzelner Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger zu überprüfen. Aber auch dafür seien sie nicht vorgesehen.

„Der Kreis Offenbach nutzte dieses Instrument deshalb von Anfang an nur mit höchster Vorsicht und ganz im Sinne der von Handwerkskammern und IHKs initiierten „Berliner-Liste“, einer Art Selbstverpflichtung mit Arbeitsgelegenheiten keine regulären Arbeitsplätze zu gefährden“, macht Müller klar.

Andernorts ist man weniger vorsichtig. „Die so genannten Ein-Euro-Jobs sind mittlerweile weit verbreitet. Doch sie bringen recht wenig“, erklärt Müller. Nur 15 Prozent der Mini-Jobber finden anschließend eine reguläre Arbeit. So lautet das Ergebnis einer bundesweiten Eingliederungsbilanz. Von allen arbeitsmarkt-politischen Instrumenten weist die Arbeitsgelegenheit nach einer Untersuchung der Bundesagentur für Arbeit die schlechteste aller Eingliederungsquoten aus.

„Gedacht waren Arbeitsgelegenheiten einmal dazu, Menschen nach langen Jahren der Arbeitslosigkeit, wieder an einen geregelten Arbeitsalltag zu gewöhnen. Das ist nach wie vor richtig“, so der Kreisbeigeordnete. Doch in der Praxis würden Arbeitsgelegenheiten allzu oft zum dominierenden arbeitsmarkt-politischen Instrument. Müller: „Das Motto lautet vielerorts: ‚Hauptsache vermittelt, egal wohin’.“ Langfristig könne man so jedoch wenig erreichen. Ihr größter „Vorteil“ sei, dass die Langzeitarbeitslosen aus der Statistik verschwinden, macht der Sozialdemokrat deutlich. Denn Ein-Euro-Jobber sind offiziell nicht mehr arbeitslos. Doch natürlich sei das reiner Selbstbetrug. „Statt neuer Arbeitsverhältnisse entsteht lediglich ein Markt für künstliche Beschäftigung, der immer weiter aufgebläht wird. Einzelne Optionskommunen oder Arbeitsgemeinschaften können damit in den regionalen Medien oder in Sonntagsreden glänzen. Langzeitarbeitslosigkeit lässt sich so jedoch nicht bekämpfen“, sagt Müller.

Der Kreis Offenbach hat deshalb mit der Handwerkskammer und jetzt auch mit der lokalen IHK eine gemeinsame, regionale Positiv-Liste für den Einsatz der Arbeitsgelegenheiten erarbeitet, die heute von allen Beteiligten unterzeichnet wurde. Zu den Kernaussagen dieser gemeinsamen Erklärung gehört, dass die Pflichtaufgaben des öffentlichen Dienstes keine Einsatzbereiche für Arbeitsgelegenheiten sind und reguläre Beschäftigungsverhältnisse durch diese nicht verdrängt werden dürfen. „Es dürfen keine Drehtür-Effekte entstehen. Auch darf die Neueinrichtung regulärer Jobs durch Arbeitsgelegenheiten nicht behindert werden“, erklärt Müller. „Die Ein-Euro-Jobs müssen im öffentlichen Interesse liegen und zusätzlich sein. Öffentliches Interesse ist dann gegeben, wenn das Arbeitsergebnis der Allgemeinheit dient. Ein Beispiel dafür sind Arbeitsgelegenheits-Projekte, mit denen die Aktivitäten der regionalen Tafeln unterstützt werden: Da die Lebensmittel kostenlos abgegeben werden, ist eine Wettbewerbsverzerrung zuungunsten der Privatwirtschaft ausgeschlossen.“

Dagegen liegen Arbeiten, die erwerbswirtschaftlichen Interessen oder denen eines begrenzten Personenkreises dienen, nicht im öffentlichen Interesse. Zusätzlichkeit ist bei Ein-Euro-Jobs nur dann gegeben, wenn reguläre Beschäftigung nicht verdrängt und die Besetzung offener oder neuer Stellen nicht behindert wird. Beispielsweise liegt keine Zusätzlichkeit vor, wenn die Stelle eines Sozialarbeiters an einer Schule gestrichen wird und die Arbeit durch einen Ein-Euro-Jobber übernommen wird. Müller: „Zusätzlich ist die Arbeit dagegen, wenn fest angestellte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter an Schulen durch Arbeitsgelegenheiten unterstützt werden.“

Für den Kreis Offenbach sei schon immer klar gewesen, dass Arbeitsgelegenheiten keine Planstellen gefährden dürften, gemeinnützig und zusätzlich sein müssten, sagt Müller. So habe man als Optionskommune 2007 insgesamt nur 354 Vermittlungen in Arbeitsgelegenheiten vorgenommen, dies vor allem in den Bereichen Naturschutz und Kinderbetreuung oder im Rahmen der Behindertenhilfe.

„Und das bei rund 15.000 Hilfeempfängerinnen und -empfängern, die wir derzeit betreuen“, so Müller weiter. „Dies ist eine der niedrigsten Quoten in ganz Deutschland. Zudem achten wir sehr genau darauf, dass kein regulärer Arbeitsplatz wegrationalisiert wird. Auch in unserer Statistik unterscheiden wir stets sauber zwischen Vermittlungen in den ersten und Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt. Das mag uns in so manchem anstehenden bundesweiten Vergleich platzierungsmäßig teuer zu stehen kommen. Langfristig jedoch, da bin ich mir sicher, werden wir profitieren! Dadurch, dass wir uns keinen Sand in die Augen streuen, dadurch, dass wir Probleme exakt analysieren, Entwicklungen real verfolgen können. Denn nur ein Mensch, der im ersten Arbeitsmarkt einen Job findet, ist tatsächlich nicht mehr arbeitslos - Statistik hin oder her!“



"In Kriftel kein einziger Jugendlicher ohne Arbeit"


Hielscher: Arbeitslosenzahl im MTK erneut gesunken – Optionsmodell erfolgreich

Erstmals seit der Einführung von Hartz IV betreut der Main-Taunus-Kreis weniger als 3000 Arbeitslose. Der Erste Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Hielscher wertet das als „Beleg für das Engagement und die Leistungskraft des MTK und für die überaus erfolgreiche Arbeit des Amtes für Arbeit und Soziales.“ Im Bereich des Sozialgesetzbuches II (Hartz IV) waren zum Jahreswechsel 2.970 Menschen arbeitslos gemeldet – 481 weniger als noch im Juli 2007. Insgesamt waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 5017 Menschen im Kreis arbeitslos gemeldet. Damit betrug die Arbeitslosenquote 4,3 Prozent.

Seitdem der Kreis dafür zuständig sei, Langzeitarbeitslosen eine Stelle zu vermitteln, sei deren Zahl kontinuierlich zurückgegangen, so Hielscher. „Wir sind als Optionskommune in der Lage, die Arbeitslosen aufzufangen, deren Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit ausläuft. Aber es gelingt uns auch, die Menschen in Arbeit zu vermitteln, die schon länger arbeitslos sind.“ Hielscher hebt besonders die erfolgreichen Bemühungen des Amtes für Arbeit und Soziales hervor, allen Jugendlichen unter 25 Jahren ein Angebot für einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu unterbreiten. Dies sei in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kriftel erstmals zum Jahresende 2007 gelungen. „In Kriftel haben wir derzeit keinen einzigen arbeitslosen Jugendlichen mehr. Alle haben entsprechende Angebote erhalten und angenommen“, berichtet Hielscher.

Mit Blick auf die Wirtschaftskraft im Rhein-Main-Gebiet hofft Hielscher, dass sich die aktuelle Zahl der Arbeitslosen in den Folgemonaten weiter absenke. Wichtig sei, dass offene Stellen dem Job-Aktiv-Zentrum des MTK umgehend gemeldet würden, damit eine passgenaue Vermittlung vorbereitet werden könne.



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Main-Kinzig-Kreis: Dank beruflicher Reha schafft ehemaliger Bäcker die Umschulung zum Mediengestalter


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15.10.2018
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